Snapchatgame is over

Vermutlich für immer. Hab mir doch eigentlich schon länger geschworen, sobald i mei Singleleben auf den Nagel hängen darf, lösch i diese sinnfreie App. Aber da wir olle wissen, doss des noch Jahre dauern kann, hab i es kurzerhand sofort entschlossen und anfoch so gemacht. Mit 21 bist dafür anfoch zolt, Larissa. Des hob i ma gsog beim Löschen. Generell erleb i grod voll an Antisocialmediatrip, von dem i eich noch aniges dazelen werd. Wer mi anschreiben aka aufreisen will, sollt des bitte per Insta, Facebook oder Whatsapp probieren. Oder bestenfalls in real life. Obwohl, wenn i grod noch in Frankreich huck, wird es schwierig, wenn wer sei Glück im echten Leben versuchen will. Seima uns außerdem ehrlich jemanden in Echt anreden ist wirklich zach.
Feiner kleiner Schwank aus mein Leben:
Letztens steh i im Hotspot Spittal namens K&K. Dort hab i an älteren Maturanten meiner Schule getroffen. Während da Schulzeit hob i ihn lei von unten onghimmelt, is er doch riesengroß. Nach da Matura woa donn er derjenige, der mi immer wieder geschrieben hat. Natürlich intressieren die Typen aus höheren Klassen di nachher nimma. Also is aus dem bisi Schreiben nie wos woan. Nur kurz schüchternes Hallo gsagt, beiderseits, hama uns wieder in die Gespräche unserer Begleitungen vertieft. Was für a Jammer, der Typ is klug, kreativ und groß. Bin ma nit sicher, oba i glab der letzte Punkt is der Ausschlaggebende. Am nächsten Abend geh i donn Tinder eine. Sig ihn. Match ihn. Die Matcherei woa beiderseits. Hätt ma glei im Café uns 2-3 Gin Tonic geteilt, wär drauß gonz sia a bessere Konversation worden. Hätt ihn donn a glei am Sunntog mit zum Familienessen bringen kennen.
Wos lernen wir drauß? Sprecht ab und zu mit den süßen Schulschwärmen, Jahre später sein de immer noch liebenswert und nerma soooooo von unten zu begutachten.

Kennt ihr de komische Phrase „Sorry bin gerade beschäftigt und zwar mit LEBEN.“ Irgendwie gehts mir grod so. Zwischen Österreich und Frankreich, zwischen Theraphiestunden und Büchern, zwischen Blogideen sammeln und Karmapunkte verprassen, zwischen Kinodates und Geburtstagskuchen verlier i mei Interesse an mei Handy. Schau i Stunden nit drauf oda loss es wo liegen. Nerven mi sogoa de täglichen Whatsappnachrichten von gewissen Menschen, de lei inhaltslos sein. Gibs wos wichtiges, ruafts mi sowieso bitte lei an. De Zeiten sein Gott sei dank vorbei, wo i auf gewisse Nachrichten stundenlang und schlaflos warte. Wer meine Nachrichten von Samstagnacht bis heute nit liest, is selber schuld, i woat drauf nit und antworten wird a ewig dauern.
Die letzten Monate hot mei Snapchat außer an süßen Amerikaner in Strass holt nichts zu bieten kab. I hab de App in da Fria amol und am Abend geöffnet, um die nervigen Massensnaps zu überklicken. Sobald jemand a Konversation über SC versucht hat, hab i glei geschrieben, doss des nit geht. Wer wissen will, wie mei Kieselerdekur funktioniert hot oder wieso i kan Alkohol mehr trink, soll mi des auf ana ondan Fläche frogn oder mein Blog lesn. Oll so ane Dinge besprich i e do.
Um ehrlich zu sein hot es mi sogoa bisi gestresst, dieses weiß/gelbe Gespenst. Weil i gwusst hob, es is verschissene Zeit.
Daher kam a ziemlich flott der Entschluss mei Insta zu streichen und holt SC komplett zu skipen. I hab diese Schwanzbilderapp komplett obgschrieben.
Mit irgendwelchen Typen Flammen, Tage oder Strikes zu sammeln, juckt mi nit. Es klingt immer noch fragwürdig für mi, wieso man sei Zeit dafür verschwendet. Is es Leben an sich nit spannend genug?
Generell mei Beziehung zu SC kennts gern do nochlesn. 
Gott erbame diesen süßen Kerl, der ma echt geschrieben hot „Ma wieso homa kan Kontakt mehr..“ per Snapchat. SC is ka Kontakt, deine 3 mol am Tog verschwommenen Selfies oder Ausblick auf dein Kaffee is doch ka Kontakt, du Kind du!!!!

Also i bin jetzt mol out of the game. Hoffentlich schreiben mir dennoch hin und wieder noch hübsche Typen. An denen verlier i sowieso wieder innerhalb von 3 Wochen es komplette Interesse.

Heute is der Welt-Down-Syndromtag. Manche feiern ihn mit zwei verschiedenen Socken. I habs vergessen, Karma hat es geschafft, dass mir ein Junge auf meine Glitzerschuhe Farbe schmeißt. Sie sind ruiniert, würde man sagen, i sog lei, sie sein jetzt ondas. Und des is a guat so. Wisst ihr, wer mit beeinträchtigten Kindern oabeitet, merkt, wie unwichtig de Probleme sein, de man so hat. Kan Freind? Wlan geht nit? 4 Kilo zviel? Solang man gsund is, doch scheißegal. Deshalb denkts mal nach, wie gut ihr es habt. Natürlich sollte man heut bei mir an guten Beitrag über die Arbeit mit den Kids finden, aber sorry.. I will dafür aufzagen, dass mir mei Leben wichtiger is als irgendwelche sinnlosen Apps. Dass mei Zeit wertvoll is.

Machts es gut. 💞

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