Warum?

Wär es Leben a Film, tat jetzt grod ans meiner Lieblingsliadlen spielen. Nevermind von Leoniden.
„I got a situation.
I’m living in a place that fucks me up. A bunch of wrong decisions. Can you get up here?“

Seit Herbst her i ständig den Song auf und ab, Anfang April hob i ihn donn verstehen ongfongen.
Tat mei Vati Englisch kennen, hätt i ihm wohl de Phrase vorgspielt und er hätt sufuat gwusst, wos Soche is. Konn er oba nit, also hob i gsog:
Vati, hol mi bitte ob.“ Und i hob den Berg, der von sein Herzl gfolln is, fliagn kert.

Und jetzt seima do. In Österreich. Zruck. Back. Retour.
2 Monat, guat 8 Wochn wans noch gwesn. Trotzdem sitz i im Auto hamwärts. Natürlich is de große Frage Warum. So a private und intime Frog. De i dementsprechend abgspeckt und verkürzt erklär. As always wissen lei die Lieblingsmenschen wos Sache is, bis ins klanste Detail versteht sich. 

Obbrechen aka Aufgeben konn man des anfoch nit nennen. Beenden eher.
Weil aufgeben tuat man lei an Briaf.
Weil i es gern geton hob und guat gmocht hob und a Stickln von mein Herzln in Frankreich glossn hob.
Oba i kenn mi selba zu guat. Wenn i nerma glücklich bin, bin i ma wichtiger. Wichtiger wie Mitbewohnerinnen, de mi nur ausnutzen, nie fragen wos los is und am Ende zbosen de Waschmaschine 24/7 befüllen oda meine Sachen fladdan oder wie nennt man des? „ungefragt Ausleihen und auf Befehl zruckgeben.“ Oba nevermind. Wichtiger wie de Erzieherin, de jetzt wieder ihren doppelten Morgendienst zruck greg. Wichtiger wie de Organisation, de jetzt Ongst um ihre Statistiken hot.
I schau auf mi, mehr als auf ondre. Na und? Wer is denn mehr fia mi do als i? Wos bin i fremden Menschen schuldig? Als hätt i nit gnuag geben. Alan beim Schreiben fühl i mi egoistisch, ohne es sein zu müssen.

I hob so viel gsegn, wos i liaba nit gsegn hätt. I hob Sochn zommgeputzt, de i liaba nie zommgeputzt hätt. I hob Dinge ghert, de i liaba nit ghert hätt.
Es gibt holt donn a Sochn, de dazelt man daham nit. Aus Respekt und Sorge, weil i genau was, wie besorgt olle wärn.
In ana Einrichtung mit 200 beeinträchtigten Kids gibs Alltagssituationen, de nit Alltag sein sollten. I konn mitn Tod nit umgehen, oba mit Vergewaltigung, Gewalt und Schizophrenie genauso wenig.
Bin i doch erst 21, hob i doch noch so viel Zeit olles zu lernen. Muss nit olles aufamol sein.

Als Erzieher, der des für 20-30 Joa mocht, konn des jo nima schen sein..
Wie konns da psychisch guat gehn, wenn neben dir Kinder sterben und du daham eigene host? Außerdem spielt des Leben als Dramaqueen sei Nebenrolle a ganz guat. Do gehst ham von da Oabeit, liegt dei Leben daham in Scherben und nix passt mehr. Jeden, der im sozialen Bereich arbeitet, gewährt da größte Respekt. I kinnt des nit, i werd des nie kennen. Andre Leben so nah an mi zualossn, doss es mi selber schon betrifft.

Sorry an die Neurgierigen unter eich, i werds Warum nit beantworten. I liefer lei Begründungen, wie zum Beispiel, doss i ma zu wichtig bin und i mi holt anfoch so so so guat kenn. I muss ma nit olles ontuan und olles über mi ergehen lossen. Fia nix, also fia nix im Sinne, von Menschen, de ma nix zruck geben. Natürlich red i nit von den Kids, für de woa i wohl 110% do und deren Eltern a. Weil wie hot a Mama so schen gsog „Dei Umarmung hot jetzt grod den gonzen Tog grettet. Weil du, obwohl du nit amal annähernd verstehen kannst, wie es is a Kind zu haben, dennoch Verständnis host.“

Wie oft sig und her i von Leit, de fia ondre olles tuan und dronn kaputt gehn? Seien es de eigenen Kinder, da Partner, auf da Oabeit wer, de Eltern oda da Ex. So konn i anfoch nit sein.

Des freiwillige Joa is lei a klana, aber so a prägender Teil aus mein Leben gwesn. Do kumt jo noch so viel mehr. 

Au revoir, Frankreich. War a tolle, lehrreiche und aufregende Zeit.
Hob glernt, mei tolles Leben noch mehr zu schätzen und doss Rugbyspieler nie olle Zähnt hoben.
Es geht ham, fria wie gedocht. Bereu i es? NÖ. Freu i mi auf Kärnten? OUI. Werd i es vermissen? UND WIE.
Der bisi kitschige Spruch „Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge“ stimmt so richtig. Because of the kids und meinen tollen Kollegen. Wos homa glocht, wos homa gebleat, wos homa guat zammgearbeitet. Kinder sein toll, oba wie immer, nur solongs nit meine eigenen sein!!

Bis Oktober, wo i zur Vorzeigestudentin Nummer 1 in Wien werd, kumt amol da Abschnitt „Sommer meines Lebens 2.0“
Stichworte: Ligi, Donauinselfest, Lux, Grillereien, Alm..
Für viele sein des so To-Go Things, oba i woa holt IMMA oabeitn.
I erleb mei Jugend anfoch a poa Joa später, a nit schlimm. Woa i mit 16 bis 19 im Summa lei im Service, konn i jetzt mei Leben feiern, wie i will. Ach, so a Zeit braucht jeda amol. Außerdem kumen jetzt wohl an Haufen Aufnahmetests auf mi zua. Jo und i schoff des. Find schon mein Weg, der Weg, der mi glücklich mocht. Mit meiner Familie & den Girls an der Seite konn i mi nix verlafen! Vielleicht laft jo a siasa Kerl a übern Weg, der mei Gspusi des Sommers wird oder sogar zur Dauerschmusarei wird.

Du, wer a immer des grod liest, schoffst übrigens a olles. Du schoffst des a, egal, wos da grod Bauchweh bereitet. Bin ma sia, wir hom olle bisi Glück verdient. 

Bussis. ♥️

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